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28.05.2010

Mistel - Viscum album

Allgemeines:

Die Mistel gehört zur botanischen Familie der Mistelgewächse (Loranthaceae) und ist ein immergrüner strauchartiger Halbparasit der auf den Zweigen von Laub- und Nadelbäumen wächst.
Die in Europa bekannte Mistel ist der einzige bei uns heimische Vertreter der vor allem in den Tropen und in Südostasien verbreiteten Pflanzenfamilie der Mistelgewächse.

Für die Pflanzenheilkunde werden die auf Laubholz wachsenden weißbeerigen Arten gesammelt.

Die Mistel ist getrenntgeschlechtlich, das heißt männliche und weibliche Blüten sind auf verschiedene Sträucher verteilt.
Ihr zu Rindensaugsträngen umgebildetes Wurzelsystem entzieht dem Wirt nur Wasser und Nährsalze, denn die pflanzliche Photosynthese kann sie selbst ausführen (Halbparasit).

Obwohl botanisch kaum zu unterscheiden bevorzugt die Mistel jeweils verschiedene Wirtsbäume wie Pappeln, Apfelbäume und Tannen.

Für die Weiterverbreitung ist die Pflanze auf Vögel angewiesen. Sie finden im futterarmen Winter in den Beeren ein reiches Nahrungsangebot. Der zähe Beerenschleim sorgt dafür, daß die Keimlinge, vom Schnabel des Vogels abgestreift oder mit dem Kot ausgeschieden, an Ästen und Zweigen des Nährbaums angeheftet werden.

Den Germanen, vor allem aber den Kelten, galt die Mistel als heilig. Sie war Kult-, Zauber- und Heilmittel.

Verwendeter Pflanzenteil

Mistelkraut - Herba Visci albi.

Inhaltsstoffe

Viscotoxin (Viscitoxin A2, A3 und B, sind Peptide mit 46 Aminosäuren).

Eigenschaften

Mild sedierend, leicht blutdrucksenkend. Bei Injektion: tumorhemmend, immunstimulierend. Äußerlich: Örtlich reizend.

Anwendungsgebiete

Unterstützt Behandlung von hohem Blutdruck; Basistherapie in der Nachbehandlung Krebsoperierter. In Form von Spritzen wird die Droge als Gewebereizmittel in der Neural- und Segmenttherapie eingesetzt, z.B. bei Kniegelenksarthrosen u.a.

Nebenwirkungen

Keine bei oraler Anwendung. Jedoch bei überdosierten Injektionen stärkere Reaktionen wie Schüttelfrost, hohes Fieber, Kopfschmerzen. Besondere Vorsicht bei chronisch fortschreitenden Infektionen (Tbc), niedrigem Blutdruck, Angina pectoris.